Die besten Bars in Berlin — Cocktailbars, Speakeasies und Kiez-Lieblinge
Was sind die besten Cocktailbars in Berlin?
Buck and Breck (Brunnenstraße, Mitte) ist die bekannteste Speakeasy-Cocktailbar — 14 Plätze, kein Schild an der Tür, herausragende Getränke. Prater Garten in Prenzlauer Berg ist Berlins ältester Biergarten (1837). Stagger Lee am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg ist eine verlässliche Kiez-Cocktailbar. Preise: €10–16 pro Cocktail in gehobenen Bars.
Was sind die besten Bars in Berlin? Die Stadt bietet eine Bar-Szene, die von Biergärten aus dem 19. Jahrhundert über international ausgezeichnete Cocktailbars bis hin zu Kiez-Kneipen reicht, die sich seit der Wiedervereinigung kaum verändert haben. Dieser Guide stellt die Besten nach Kategorie vor — mit echten Adressen und Preisen.
Cocktailbars und Speakeasies
Buck and Breck
Brunnenstraße 177, Mitte (zwischen Mitte und Wedding). Die konstanteste Cocktailbar in Berlin — über alle Empfehlungen hinweg.
Das Konzept ist klar definiert: 14 Plätze, kein Schild draußen, man klingelt, um eingelassen zu werden. Das Interieur ist eine schmale Bar mit dunklem Holz und sorgfältig ausgewählten Spirituosen. Die Cocktailkarte konzentriert sich auf vorprohibitionistische Klassiker und Hausspezialitäten mit ungewöhnlichen Zutaten. Das Personal ist kompetent und ohne Hektik.
Preis: €13–16 pro Cocktail. Kein Eintritt. Reservierungen sind an Wochenenden fast unerlässlich — Buchung über die Website. Walk-ins sind an ruhigen Wochenabenden möglich, wenn Platz vorhanden ist.
Anfahrt: U8 bis Rosenthaler Platz, dann 5 Minuten zu Fuß Richtung Norden.
Unser ehrliches Urteil: Der Hype ist verdient. Da es klein ist, muss man an belebten Abenden warten oder geht leer aus. Wer in Berlin gezielt auf der Suche nach Cocktails ist, ist hier genau richtig.
Becketts Kopf
Pappelallee 64, Prenzlauer Berg. Eine weitere kleine Cocktailbar, teilweise an der deutschen Barkultur der 1920er-Jahre orientiert, mit gerahmten Fotos von Samuel Beckett an den Wänden und einer ruhigeren Atmosphäre als die meisten anderen.
Preis: €11–14 pro Cocktail. An Wochenenden wird eine Reservierung empfohlen.
Anfahrt: U2 bis Eberswalder Straße, 5 Minuten zu Fuß.
Stagger Lee
Paul-Lincke-Ufer 44e, Kreuzberg. Benannt nach dem amerikanischen Folk-Antihelden des 19. Jahrhunderts, hat der Stagger Lee einen eingewohnten Kiez-Charakter und ausgezeichnete Cocktails. Die Lage am Landwehrkanal ist an warmen Abenden besonders angenehm, wenn man draußen sitzen kann.
Preis: €9–12 pro Cocktail. Keine Reservierung; Walk-in.
Anfahrt: U8 bis Schönleinstraße, 8 Minuten zu Fuß.
Biergärten und traditionelle Kneipen
Prater Garten
Kastanienallee 7–9, Prenzlauer Berg. Seit 1837 in Betrieb – das ist Berlins ältester erhaltener Biergarten. Der Außenbereich bietet Hunderten von Gästen Platz unter Kastanienbäumen. Es wird Praters eigenes Hausbier serviert (ein helles Lager, vor Ort gebraut) für €4–5 pro 0,5l sowie einfache deutsche Küche.
Der Biergarten ist saisonabhängig (Frühling bis Herbst je nach Wetterlage). Die angeschlossene Kneipe ist ganzjährig geöffnet.
Was er nicht ist: Eine hippe Touristenattraktion. Es ist schlicht und ergreifend ein alter Kiez-Biergarten, der einen Großteil der modernen Berliner Geschichte erlebt hat. Das Publikum ist gemischt und lokal.
Anfahrt: U2 bis Eberswalder Straße.
Hops and Barley
Wühlischstraße 22, Friedrichshain. Eine Kiez-Brauereikneipe in einem ehemaligen Fleischerladen mit unpasteurisiertem Hausbier. Sowohl das Pilsner als auch das Dunkle sind empfehlenswert. Sehr lokale Atmosphäre, nur Barzahlung, günstige Preise (€3–4 pro Bier).
Anfahrt: U5 bis Samariterstraße.
Naturweinbars
Vin Aqua Vin
Weinbergsweg 3, Mitte (nahe Rosenthaler Platz). Eine Weinbar mit Fokus auf natürlichen und biodynamischen Weinen von kleinen Produzenten. Die Karte wechselt saisonal. Gute Charcuterie und Käse. Beliebt bei der Kunst- und Kreativszene aus dem umliegenden Viertel.
Preis: €7–12 pro Glas Wein.
Anfahrt: U8 bis Rosenthaler Platz.
Viniculture
Stargarder Straße 67, Prenzlauer Berg. Kiez-Naturweinladen und Bar. Die Auswahl ist stark und das Personal kennt die Produzenten wirklich gut. Ideal für den frühen Abend, bevor man weiterzieht.
Preis: €6–10 pro Glas.
Stammlokale und Kiez-Institutionen
Zum Starken August
Tucholskystraße, Mitte. Eine traditionelle Berliner Kneipe, die sich seit den 1970er-Jahren kaum verändert hat. Günstiges Bier (€3–4), altmodische Berliner Atmosphäre, nur Barzahlung, keine Cocktailkarte. Die Sorte Lokal, die mit fortschreitender Gentrifizierung schnell verschwindet — ein Besuch lohnt sich.
Roses
Oranienstraße 187, Kreuzberg. Eine kleine schwule Dive-Bar, seit den 1980er-Jahren mit rosa Velours und Kitsch-Dekor ausgestattet, offen für alle. Freundliche Atmosphäre, günstige Getränke, sehr lange geöffnet. Eine der authentischsten Bars in Berlin, unabhängig von der sexuellen Orientierung.
Preis: €3–5 für Bier und einfache Getränke. Nur Barzahlung.
Anfahrt: U1/U8 bis Kottbusser Tor, 5 Minuten zu Fuß.
Monarch
Skalitzer Straße 134 (über einem Kaiser’s-Supermarkt), Kreuzberg. Eine Bar über einem Supermarkt mit industriellem Interieur, günstigen Getränken und einem wechselnden Soundtrack aus Indie und Post-Punk. Eingang über eine separate Tür an der Skalitzer Straße. Sehr lokal, sehr günstig.
Wo man in welchem Viertel trinkt
Mitte (Scheunenviertel): Buck and Breck, Vin Aqua Vin und die Weinbars rund um den Weinbergsweg. Die touristischen Bars nahe dem Hackeschen Markt sind überteuert und austauschbar — meiden.
Prenzlauer Berg: Prater Garten (Biergarten), Becketts Kopf (Cocktails), Viniculture (Wein). Das Helmholtzplatz-Viertel hat eine gute Dichte an Kiez-Bars entlang der Stargarder Straße und Lychener Straße.
Kreuzberg: Stagger Lee (Cocktails), Roses (Dive), Monarch (Indie). Oranienstraße und die Kanalufer. Ausführlichere Informationen im Kreuzberg-Bars-Guide.
Friedrichshain: Hops and Barley (Brauereikneipe), die Simon-Dach-Straße für zwangloses Trinken, Revaler Straße für alternativere Locations.
Neukölln: Zurzeit die beste Kiez-Bar-Szene in Berlin. Das Reuterkiez rund um die Weichselstraße hat mehrere gute Weinbars und Cocktail-Spots. Keine einzelne Landmark-Empfehlung — die Straßen rund um die Reuterstraße am besten zu Fuß erkunden.
Was man bestellt
Berliner Weiße: Ein trübes Weizenbier, das typisch für Berlin ist, serviert mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup. Stark mit dem Sommer verbunden. €3–5 in den meisten Bars. Historisch ein Arbeiterklassen-Getränk.
Radler: Bier mit Zitronenlimonade, in ganz Deutschland verbreitet. Erfrischend, weniger Alkohol, gilt nicht als ernsthafte Bier-Wahl, wird aber weit verbreitet genossen.
Nicht pasteurisiertes Lager: Mehrere Berliner Braukneipenbetreiber produzieren Lager ohne Pasteurisierung, das frisch getrunken werden soll. Prater Garten, Hops and Barley und Brauhaus Lemke sind die wichtigsten Adressen. Der Geschmacksunterschied gegenüber Industrie-Lager ist deutlich wahrnehmbar.
Korn: Ein deutscher Getreideschnaps, ähnlich wie ein neutraler Wodka, aber speziell aus Roggen hergestellt. Günstig (€2–3 pro Schuss in einer Kneipe), traditionell und Geschmackssache. Die richtige Berliner Art, eine Runde Korn zu bestellen, ist mit einem Bier als Nachspüler.
Häufige Fragen zu Die besten Bars in Berlin
Was kosten Cocktails in Berliner Bars?
In anständigen Cocktailbars kosten Cocktails €10–16. Kiez-Bars mit Cocktailkarte verlangen €8–12. Bier in einer normalen Bar kostet €3–5 für ein Fassbier (0,5l). Naturweinbars berechnen €6–10 pro Glas. Bars in Mitte sind etwas teurer als in Kreuzberg oder Neukölln.Was ist Buck and Breck Berlin?
Buck and Breck ist eine kleine Cocktailbar in der Brunnenstraße in Mitte mit nur 14 Plätzen und ohne Schild draußen. Die Bar ist auf vorprohibitionistische Cocktails spezialisiert und man muss klingeln, um eingelassen zu werden. Sie wurde in die Rangliste der 50 besten Bars Europas aufgenommen und gilt als eine der besten Cocktailbars Deutschlands. Reservierungen werden dringend empfohlen.Was ist Berlins älteste Bar oder Kneipe?
Prater Garten in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg ist Berlins ältester Biergarten, der seit 1837 in Betrieb ist. Er hat zwei Weltkriege, die Teilung und die Gentrifizierung überlebt. Im Außenbereich haben mehrere Hundert Gäste Platz; bei kaltem Wetter schließt der Garten, aber die Innenkneipe bleibt das ganze Jahr geöffnet.Gibt es Weinbars in Berlin?
Ja, die Naturwein-Szene in Berlin ist stark, besonders in Neukölln und Prenzlauer Berg. Vin Aqua Vin am Weinbergsweg (Grenze Mitte/Prenzlauer Berg) ist eine der meistgenannten Naturweinbars. Viniculture in Prenzlauer Berg hat eine breite Auswahl. Preise: €7–12 pro Glas.Wo kann ich in Berlin am Wasser trinken?
Es gibt mehrere gute Möglichkeiten. Die Ufer des Landwehrkanals in Kreuzberg bieten im Sommer eine informelle Trinkatmosphäre unter freiem Himmel — man kauft im Späti und sitzt am Wasser. Kater Blau an der Spree hat eine Flussterrasse. Badeschiff an der Spree in Treptow ist ein schwimmendes Freibad mit Bar (nur im Sommer). Am Spreeufer in Friedrichshain gibt es Außenbars am Fluss.Sind Berliner Bars nur für Barzahlung?
Viele Kiez-Bars und die meisten Clubs nehmen nur Bargeld. Größere Cocktailbars und Hotelbars akzeptieren zunehmend Karten, aber man sollte in Berlin immer Bargeld dabei haben. Geldautomaten sind weit verbreitet, aber manchmal um 2 Uhr morgens außer Betrieb.Welche Berliner Bars eignen sich gut für Gespräche?
Ruhigere Bars für Gespräche sind Stagger Lee (Kreuzberg, gute Akustik), Becketts Kopf (Prenzlauer Berg, Cocktailbar mit ruhigem Ambiente) und Zum Starken August (Mitte, traditionelle Berliner Kneipe). Am Wochenende sollte man die Simon-Dach-Straße meiden, wenn man sich unterhalten möchte.
Weiterlesen

Berliner Nachtleben-Viertel — wo man nach Stadtgebiet ausgeht
Wo man in Berlin nach Viertel ausgeht — Friedrichshain für Techno, Kreuzberg für Bars, Neukölln für entspannte Alternativen. Echte Locations, echte Preise.

Rooftop-Bars Berlin — Klunkerkranich, Monkey Bar und die schönsten Aussichten
Die besten Rooftop-Bars Berlins: Klunkerkranich, Monkey Bar und mehr. Eintritt, Öffnungszeiten und ein ehrlicher Blick auf jede Dachterrasse.

Berliner Craft-Beer-Guide: Brauereien, Biergärten und ehrliche Bierpreise
Berlins Craft-Beer-Szene ist schnell gewachsen. BRLO, Stone, Vagabund, Berliner Berg — was lohnt sich, was nicht, und was ein Bier wirklich kostet.

Kreuzberg-Barsführer — Wrangelkiez, Oranienstraße und die besten Adressen
Beste Bars in Kreuzberg: Wrangelkiez-Kneipen, Oranienstraßen-Klassiker, Kanaltrinken und was Sie im einzigartigen Berliner Ausgehviertel erwartet.

Berlin Queer Nightlife — LGBTQ+-Bars, Clubs und Geschichte
Berlins LGBTQ+-Nachtleben: SchwuZ, Berghain, Schönebergs historisches Gay Village, Kreuzberger Queerbars und Geschichte einer der offensten Städte Europas.

Berliner Kneipentour-Guide — was sich lohnt, was eine Touristenfalle ist
Ehrliche Einschätzung von Berliner Kneipentouren: was organisierte Touren bieten, welche ihren Preis wert sind und wann eine DIY-Route sie alle übertrifft.