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Cottbus — Sorbische Kultur, Pücklers Park und die neuen Lausitzer Seen, Germany

Cottbus — Sorbische Kultur, Pücklers Park und die neuen Lausitzer Seen

Eine Stunde von Berlin: Cottbus verbindet einen Meisterpark der Landschaftsgestaltung mit lebendiger sorbischer Kultur und einer Kohleregion, die zum Seenland

Auf einen Blick

Entfernung von Berlin
~120 km südöstlich von Berlin
Bahn
RE2 ab Berlin Ostbahnhof — direkt, ca. 1h10, 15–25 € Rückfahrt
Eintritt
Branitzer Park (Garten) kostenlos; Schlossmuseum 8 €; Staatsmuseum 5 €
Wochenendeticket
Brandenburg-Ticket oder Schönes-Wochenende gültig
Highlights
Pyramidengrab im Branitzer Park, sorbische Kultur, Lausitzer Seenland

Die meisten Fahrgäste, die am Berliner Ostbahnhof in den RE2 steigen, fahren in den Spreewald. Eine kleinere Zahl bleibt bis zur Endstation Cottbus sitzen — und wer das tut, entdeckt eine Stadt mit echten Kulturschichten: eine slawische Minderheit mit eigener Sprache und Tradition, die dem deutschen Staat vorangeht; einen Landschaftspark, geschaffen von einer der exzentrischsten und visionärsten Figuren der europäischen Gartenkunst des 19. Jahrhunderts; und, weit über die torfbraune Landschaft südlich und östlich der Stadt ausgedehnt, die ehrgeizigste Industriewandel-Landschaft der jüngeren deutschen Geschichte. Das ist kein poliertes Touristenziel. Es ist eine echte Stadt mit einer komplexen Vergangenheit, die etwas Interessantes aus ihrer Zukunft macht.

Die Sorben: Deutschlands älteste Minderheit und Cottbus’ lebendige Kultur

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, wer die Sorben sind, denn ihre Präsenz verleiht Cottbus einen Charakter, den keine andere Brandenburger Stadt teilt.

Die Sorben (auch Wenden oder Lusaten genannt) sind ein westslawisches Volk, das die Region Lausitz — im heutigen östlichen Brandenburg und westlichen Sachsen — seit mehr als vierzehn Jahrhunderten bewohnt. Zu Karls des Großen Zeiten besiedelten slawische Stämme weite Teile des heutigen Ostdeutschlands; die Sorben sind ihre direkten Kulturerben. Sie wurden nie vertrieben oder vollständig assimiliert, obwohl deutschsprachige Siedler und jahrhundertelanger politischer Druck ihre Zahl erheblich verringerten. Heute leben rund 20.000 Niedersorben im Umfeld von Cottbus, und die Stadt ist das kulturelle und administrative Zentrum der Niederlausitz.

Was das in der Praxis bedeutet: Zweisprachige Straßenschilder auf Deutsch und Niedersorbisch sind in der Stadt und den Umgebungsdörfern verbreitet. Das Wendische Museum an der Mühlenstraße erläutert Geschichte, Handwerk und Sprache der Gemeinschaft mit erheblicher Tiefe — es ist eines der gelungeneren ethnografischen Museen in Ostdeutschland, und der Eintritt ist günstig (ca. 4 €). Die Domowina, der Dachverband sorbischer Kulturorganisationen, hat hier ihren Sitz. In den Wochen vor Ostern veranstalten Dörfer rund um Cottbus den Sorbischen Osterritt (Osterreiten), bei dem berittene Reiter in Trachten die Osterbotschaft zwischen den Kirchgemeinden überbringen — ein bemerkenswerter Anblick, der seinesgleichen nirgendwo sonst in Deutschland findet.

Die niedersorbische Sprache wird noch in Schulen unterrichtet und im lokalen Rundfunk verwendet. Man braucht sie nicht, aber sie auf der Straße zu hören — dem Polnischen oder Tschechischen näher als dem Deutschen — ist eine kleine Erinnerung daran, dass die europäische Kulturgeografie komplexer ist, als die meisten Karten vermuten lassen.

Branitzer Park: Pücklers Meisterwerk

Wenn das sorbische Erbe Cottbus’ kulturelle Seele ist, dann ist der Fürst-Pückler-Park Branitz seine größte Einzelattraktion — und einer der ungewöhnlichsten Landschaftsparks Europas.

Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau (1785–1871) war ein preußischer Fürst, Reiseschriftsteller und Landschaftsgärtner von extravaganter Fantasie und nahezu ebenso extravaganten Schulden. Er hatte bereits den renommierten Park in Muskau (heute UNESCO-Welterbe an der polnischen Grenze) angelegt, als ihn der finanzielle Ruin 1845 zwang, diesen zu verkaufen und sich auf sein kleineres Gut bei Branitz, gleich östlich von Cottbus, zurückzuziehen. Er war sechzig Jahre alt. In den folgenden Jahrzehnten verwandelte er eine flache, sandige Brandenburger Ebene in einen 90 Hektar großen Landschaftspark, der weithin als sein bedeutendstes Werk gilt.

Das Genie von Branitz liegt in der Bearbeitung flachen Geländes. Pückler — als „Fürst Pückler” sprichwörtlich geworden, gewissermaßen auch in Eis-Form, da ein Eisdessert nach ihm benannt ist — war ein Meister der englischen Landschaftstradition, trieb sie aber in etwas Fremdartigeres und Persönlicheres. Er baute aus dem Nichts künstliche Hügel, grub Seen von Hand aus, pflanzte Hunderttausende von Bäumen in Anordnungen, die auf mehrere Generationen berechnet waren, und errichtete — am bemerkenswertesten — zwei Erdpyramiden im Stil des alten Ägypten. Eine steht auf dem Land. Die andere erhebt sich aus der Mitte des Hauptsees, ihre Spiegelung verdoppelt sie im stillen Wasser. Fürst Pückler selbst ist in der Seepyramide begraben; ebenso seine langjährige Gefährtin Fürstin Lucie. Der Eindruck ist in der deutschen Gartengeschichte einzigartig: monumental, melancholisch und eigentümlich bewegend.

Der Garten ist ganzjährig geöffnet, das Gelände kostenfrei. Das Schloss (Schloss Branitz) beherbergt ein Museum über Pücklers Leben, seine Reisen durch Nordafrika und den Nahen Osten, seine Beziehung zu Goethe und der Kulturwelt seiner Zeit sowie seinen besessenen Ansatz zur Gartengestaltung — Eintritt ca. 8 €. Mindestens zwei Stunden für den Park und eine weitere Stunde für das Museum einplanen, wenn man verstehen möchte, was man sieht.

Branitz liegt 20 Gehminuten vom Cottbuser Stadtzentrum entfernt oder eine kurze Busfahrt (Linie 21 oder 22 ab Stadtpromenade). Das Touristikbüro am Bahnhof gibt einen kostenlosen Stadtplan mit Wegbeschreibung.

Anreise aus Berlin

Dies ist logistisch einer der unkompliziertesten Tagesausflüge aus Berlin. Der RE2 Regionalexpress fährt direkt vom Berliner Ostbahnhof zum Cottbuser Hauptbahnhof ungefähr stündlich, Fahrzeit ca. 1 Stunde 10 Minuten. Kein Umsteigen nötig.

Rückfahrticket 15–25 € je nach Ticketart. An Wochenenden und Feiertagen deckt das Brandenburg-Ticket (ab 29 € für bis zu 5 Personen, unbeschränkter Regionalverkehr in Brandenburg für einen Tag) die gesamte Fahrt ab und ist für Gruppen ab zwei Personen sehr günstig. Der Brandenburger Ticket Guide erklärt Kauf und Nutzung. Das alte Schönes-Wochenende-Ticket wird nicht mehr verkauft, aber das Brandenburg-Ticket übernimmt seine Funktion für brandenburgrelevante Fahrten.

Ein Deutschland-Ticket (49 €/Monat Abonnement) deckt ebenfalls die gesamte Fahrt im RE2 jederzeit ab. Wer bereits eines besitzt, kann Cottbus als einen der günstigsten Tagesausflüge überhaupt von Berlin aus erleben.

Der Guide zu Bahnausflügen aus Berlin vergleicht Cottbus mit anderen Bahnzielen und erläutert, wie man den Zeitplan um RE2-Abfahrten herum plant.

Das Staatsmuseum und das Stadtzentrum

Zurück im Stadtzentrum ist das Kunstmuseum Cottbus (Kunstmuseum Dieselkraftwerk), untergebracht in einem umgebauten Kraftwerk der 1920er-Jahre am Spree-Ufer, die architektonisch interessanteste Galerie Brandenburgs außerhalb Potsdams. Die Industriehülle — Turbinenhalle, Deckenkräne, rote Backsteinfront — wurde mit beträchtlichem Können in eine Reihe von Ausstellungsräumen umgewandelt. Die Dauersammlung konzentriert sich auf Grafik und Fotografie des 20. Jahrhunderts mit Wechselausstellungen, die oft wirklich ambitioniert sind. Eintritt ca. 5 €.

Das Jugendstiltheater am Schillerplatz ist eines der bedeutendsten Jugendstil-Theaterbauten Deutschlands, 1908 nach einem Entwurf von Bernhard Sehring vollendet. Die geschwungene Steinmetzarbeit und vergoldeten Eisenornamente der Fassade sind außergewöhnlich; Innenführungen finden an bestimmten Tagen statt (auf der Website des Stadttheaters Cottbus nachschauen). Schon von außen ist der zehnminütige Weg vom Bahnhof lohnenswert.

Der Altmarkt und das Straßenraster darum bewahren einen guten Bestand an Architektur aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert — nicht so konzentriert wie in einer wilhelminischen Prachtstadt, aber genug, um ein Gefühl für das Cottbus auf dem Höhepunkt seiner Industrieepoche zu bekommen. Die Stadt hat beträchtlich DDR-gemäße Nachkriegsbebauung erfahren, und der Kontrast zwischen den Gründerzeit-Straßen und den Sozialismusblöcken dahinter gehört zur Textur des Ortes.

Das Lausitzer Seenland: Kohlereviere werden Seenlandschaft

Südlich und östlich von Cottbus geschieht etwas Beispielloses. Das Lausitzer Seenland — ein Netz von Seen, das durch Flutung der offenen Braunkohlegruben entsteht, die diese Region über ein Jahrhundert prägten — ist im Entstehen. Dutzende Gruben befinden sich in verschiedenen Stadien der Flutung; wenn vollständig abgeschlossen, wird das Projekt die größte künstliche Seenlandschaft Europas geschaffen haben, mit einzelnen Seen von bis zu 19 km Länge.

Einige Seen sind bereits für die Erholung geöffnet. Der Cottbuser Ostsee, der größte der neuen Seen, entsteht direkt am Stadtrand — ein 19 km² großes Wasserfläche, das am Ende Strände, Marinas und Radwege entlang der Ufer haben wird. Teile des Westufers sind bereits zugänglich, und die Verwandlung von Grube in Wasser ist im Gange und sichtbar; das Ostufer zeigt noch rohe Geologie. Es ist ein industriell-ökologischer Wandel in einem Maßstab und einer Geschwindigkeit ohne Vergleich in Europa.

Weiter südlich sind Seen wie Senftenberger See und Geierswalder See bereits vollständig gefüllt und seit Jahren für Schwimmen, Segeln und Radfahren beliebt. Von Cottbus aus sind diese per Bus oder Auto erreichbar; mit dem Mietrad lässt sich die Seenland-Route verfolgen, die die Seen verbindet. Die volle Runde beträgt ca. 250 km, aber kurze Abschnitte sind mühelos in einem Tag zu radeln.

Für Besucher mit Interesse an Industrieerbe bietet die Grube Welzow-Süd (aktiv, mit Führungen im Sommer) einen überwältigenden Eindruck des Ausmaßes der Braunkohleförderung: 80 Meter tiefe Gruben, Bagger von der Größe eines Wohnhauses und eine Landschaft, die weniger wie Deutschland als wie eine Science-Fiction-Kulisse aussieht. Führungen müssen im Voraus über den Touristikverein Lausitzer Seenland gebucht werden.

Mit dem Spreewald kombinieren

Cottbus und der Spreewald liegen beide an der RE2-Linie aus Berlin, und eine Kombination beider an einem Tag ist mit guter Planung möglich — wenn auch für ein langes und logistisch enges Programm. Die bessere Variante: Vormittag in Lübbenau im Spreewald (Kahnfahrt, Mittagessen), dann am frühen Nachmittag Zug Richtung Cottbus für den Branitzer Park im Abendlicht. Rückzüge von Cottbus nach Berlin fahren bis in den Abend.

Alternativ lohnt sich in beiden Zielen eine Übernachtung. Cottbuser Hotels sind deutlich günstiger als Berliner Entsprechungen — gute Pensionen ab 55–70 €/Nacht —, und im Branitzer Park bei Morgengrauen zu spazieren, bevor die Tagesbesucher eintreffen, ist ein anderes Erlebnis als ein Nachmittagsbesuch.

Für Kontext, wie Cottbus in das breitere Bild der Berliner Tagesausflüge passt, stellt der Guide zu den besten Tagesausflügen von Berlin es neben vergleichbare Ziele, und der Berlin-Reiseplanungsguide zeigt, wie man Regionalausflüge in längere Berliner Aufenthalte einbaut.

Essen und Trinken

Cottbus hat eine bescheidene, aber ehrliche Gastronomieszene. Im Altmarkt-Bereich und in den Straßen rund ums Theater gibt es mehrere traditionelle deutsche Restaurants und Cafés. Wer nach sorbisch beeinflussten Speisen sucht, kann in der Stadt oder in umliegenden Dörfern nach Lokalen Ausschau halten, die Slepjanski rak (Sorbischer Krebs, eine regionale Spezialität in der Saison) oder Quark mit Leinöl servieren — dasselbe Quark-Leinöl-Gericht, das überall in der Lausitz zu finden ist.

Das Restaurant im Kavaliershaus des Branitzer Parks — einem Nebengebäude auf dem Parkgelände — serviert Mittagessen und Kaffee in einer Gartenatmosphäre; es ist die naheliegende Wahl nach einem Vormittag im Park. In der Stadt ist die Bierhallenkultur präsent, aber nicht dominierend; Brandenburger Lager ist Standard, und lokales Craft-Bier hat in den letzten Jahren bescheidene Fortschritte gemacht.

Praktische Planungstipps

  • RE2-Zeiten: Züge fahren ca. stündlich ab Berlin Ostbahnhof; Fahrzeit konstant ca. 1h10. Erste Züge ermöglichen Ankunft vor 08:00 Uhr, wenn man den Branitzer Park morgens für sich haben möchte.
  • Branitz zu Fuß: Der Park liegt 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt; flach und unkompliziert. Der äußere Gehweg im Park dauert ca. 45 Minuten; mehr einplanen, wenn man an den Sichtachsen zur Seepyramide verweilen möchte.
  • Radfahren: Cottbus hat eine Mietradstation am Hauptbahnhof. Mit dem Fahrrad lassen sich Stadtzentrum, Branitzer Park und das entstehende Ufer des Cottbuser Ostsees bequem an einem Tag kombinieren.
  • Wendisches Museum: Montags geschlossen. Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen, besonders außerhalb des Sommers.
  • Theaterführungen: Das Jugendstiltheaterinnere ist nur an bestimmten Führungstagen zugänglich. Im Voraus auf der Stadttheater-Website nachschauen, falls das eine Priorität ist.
  • Sprache: Niedersorbische Beschilderung ist allgegenwärtig, aber Deutsch ist die Alltagssprache. In Hotels und Touristenstätten wird Englisch verstanden; in kleineren Cafés und Geschäften weniger.

Häufig gestellte Fragen zu Cottbus

Wie lange dauert die Bahnfahrt von Berlin nach Cottbus?

Der direkte RE2 ab Berlin Ostbahnhof braucht ca. 1 Stunde 10 Minuten bis zum Cottbuser Hauptbahnhof. Kein Umsteigen nötig. Züge fahren ungefähr stündlich über den Tag.

Was ist der Branitzer Park und warum ist er bedeutend?

Der Branitzer Park ist ein 90 Hektar großer Landschaftspark, der von Fürst Pückler-Muskau zwischen 1845 und 1871 auf einem flachen Brandenburger Gut angelegt wurde. Er gilt als eines der Meisterwerke des europäischen Landschaftsgartens. Sein markantestes Merkmal ist ein Paar Erdpyramiden — eine auf dem Land, eine in der Mitte eines künstlichen Sees —, in denen Fürst Pückler selbst begraben ist. Das Gelände ist kostenlos zugänglich; das Schlossmuseum kostet ca. 8 €.

Wer sind die Sorben und warum ist Cottbus für ihre Kultur bedeutsam?

Die Sorben (auch Wenden genannt) sind ein westslawisches Volk, das seit über 1.400 Jahren in der Lausitz — der Region um Cottbus — lebt. Sie sind Deutschlands älteste autochthone Minderheit mit eigener Sprache, eigenen Traditionen und eigenen Kulturinstitutionen. Cottbus ist die Hauptstadt der Niederlausitz und beherbergt die wichtigsten sorbischen Kulturorganisationen, ein zweisprachiges Bildungssystem und das Wendische Museum.

Gilt das Brandenburg-Ticket für die Bahn Berlin–Cottbus?

Ja. Das Brandenburg-Ticket, gültig im Regionalverkehr durch Brandenburg, deckt den RE2 von Berlin nach Cottbus ab. Es kostet ab 29 € pro Person (weitere Fahrgäste können gegen geringen Aufpreis hinzugefügt werden) und gilt ganztags ab 09:00 Uhr werktags bzw. ab Mitternacht an Wochenenden. Der Brandenburger Ticket Guide enthält alle Details zu Kauf und Nutzung.

Was ist das Lausitzer Seenland?

Das Lausitzer Seenland ist ein Netz von Seen, das durch Flutung ehemaliger offener Braunkohlegruben in der Region südlich und östlich von Cottbus entsteht. Wenn abgeschlossen, wird es die größte künstliche Seenlandschaft Europas sein. Mehrere Seen sind bereits für die Erholung geöffnet; der massive Cottbuser Ostsee am Stadtrand befindet sich noch im Entstehen. Es ist eine der bedeutendsten Industriewandel-Landschaften Europas.

Kann ich Cottbus und den Spreewald an einem Tag kombinieren?

Ja, erfordert aber einen frühen Start und etwas Fahrplandisziplin. Vormittag in Lübbenau (dem Hauptort des Spreewalds), Kahnfahrt und Mittagessen, dann gegen frühen Nachmittag Zug nach Cottbus für den Branitzer Park. Rückzüge von Cottbus nach Berlin fahren bis in den Abend. Die Spreewald-Seite enthält die Morgenlogistik für dieses Ziel.

Was gibt es in Cottbus außer dem Branitzer Park?

Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk (zeitgenössische Kunst im umgebauten Kraftwerk), das Wendische Museum (sorbische Kulturgeschichte), das Jugendstiltheater außen und bei gelegentlichen Führungen innen sowie das entstehende Ufer des Cottbuser Ostsees bieten alle Substanz jenseits des Parks. Die Innenstadt hat genug Gründerzeit-Architektur für einen lohnenswerten 30-minütigen Spaziergang vor oder nach dem Parkbesuch.

Eignet sich Cottbus als Übernachtungsziel?

Ja, besonders wenn man das Lausitzer Seenland erkunden oder die Seenland-Route radeln möchte. Cottbuser Unterkünfte sind deutlich günstiger als Berliner Pendants — Pensionen ab 55–70 €/Nacht. Eine Übernachtung ermöglicht außerdem einen frühen Morgenbesuch im Branitzer Park, der zu dieser Zeit am stimmungsvollsten ist.