Babelsberg — gotisches Schloss, Englischer Park und das älteste Filmstudio der Welt
Babelsberg vereint ein romantisches gotisches Schloss an der Havel mit einem Englischen Landschaftspark und dem legendären Filmstudio Babelsberg, gegründet
Potsdam: A Journey Through History and Palaces (Small Group)
Auf einen Blick
- Ideal für
- Romantische Architektur, Englischer Park, Filmgeschichte, Radfahren
- Eintritt
- Park 4 € (Apr.–Okt.); Schlossaußenanlage kostenlos; Filmpark ab 22 €
- Anreise
- S7 bis Bahnhof Babelsberg (10 Min. vom Potsdamer Hbf) oder Tram 96/99
- Zeitbedarf
- 2–4 Stunden für Park und Schloss; halber Tag mit Filmpark
- Saison
- Park April–Oktober; Filmpark ab April; Schlossaußenanlage ganzjährig
Babelsberg: zwei Attraktionen, ein Viertel
Die meisten Potsdam-Besucher kennen Sanssouci. Weit weniger zieht es nach Babelsberg — dabei verpassen sie gleich zweierlei: einen wirklich schönen Englischen Landschaftspark mit gotischem Schloss an der Havel und das Filmstudio Babelsberg, das älteste Großfilmstudio der Welt, das noch immer in Betrieb ist.
Babelsberg liegt im östlichen Teil der UNESCO-geschützten Potsdamer Parklandschaft, jenseits der Havel gegenüber den großen Potsdamer Schlössern. Mit der S-Bahn erreicht man es in 10 Minuten vom Potsdamer Hauptbahnhof — nah genug, um es an einem einzigen Tag mit Sanssouci zu kombinieren, wenn man die Zeit gut einteilt.
Schloss und Park Babelsberg
Schloss Babelsberg ist ein gotisches Schloss aus der Viktorianischen Ära, das Prinz Wilhelm (der spätere Kaiser Wilhelm I.) 1833 in Auftrag gab und das von Karl Friedrich Schinkel und Ludwig Persius entworfen wurde. Es steht in bewusstem Kontrast zum französisch inspirierten Rokoko von Sanssouci — kleiner, romantischer im englischen Sinne, mit Türmen und Zinnen nach dem Vorbild von Windsor Castle.
Das Schlossinnere ist derzeit wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen (Stand 2025–2026; vor dem Besuch spsg.de prüfen). Das Äußere und die umliegenden Terrassen sind jederzeit zugänglich.
Park Babelsberg ist ein 114 Hektar großer Englischer Landschaftspark, der von Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau — den bedeutendsten deutschen Landschaftsgärtnern des 19. Jahrhunderts — gestaltet wurde. Die Stärke des Parks liegt in seiner Natürlichkeit: sanfte Hügel, alte Bäume und weite Ausblicke auf die Havel in Richtung Wannsee. Im Park verteilen sich einige kleinere Bauwerke: der Flatowturm (ein Aussichtsturm, der es wert ist, ihn zu besteigen), die Gerichtslaube (ein mittelalterliches Portal, das aus Berlin hierher versetzt wurde) und das Maschinenhaus.
Parkeintritt: 4 € für Erwachsene (April–Oktober). November bis März kostenlos.
Filmstudio Babelsberg (Filmpark Babelsberg)
Das Filmstudio Babelsberg wurde 1912 gegründet und ist damit eines der ältesten Großfilmstudios der Welt. Hier entstand der Expressionismus-Klassiker „Metropolis” (Fritz Lang, 1927); ebenso „Der blaue Engel” mit Marlene Dietrich, Teile von „Schindlers Liste”, „Der Pianist”, „Grand Budapest Hotel”, Roman Polanskis „Der Ghostwriter” und zahlreiche neuere europäische Produktionen.
Das Studio ist nach wie vor voll in Betrieb. Filmpark Babelsberg — die Besucherattraktion neben dem aktiven Studio — bietet Führungen, interaktive Filmproduktionsausstellungen, Stuntshows und Kostümabteilungen. Er richtet sich vor allem an Familien und Filmbegeisterte.
Tickets: Erwachsene ab 22 €; Kinder (4–14 Jahre) ab 18 €. Geöffnet von April bis Anfang November, in der Regel 10–18 Uhr. Aktuelle Saisonzeiten und Showpläne auf filmpark.de prüfen, da die Stuntshows zu festen Zeiten stattfinden.
Anreise nach Babelsberg
Vom Potsdamer Hauptbahnhof: S7 oder S1 bis Bahnhof Babelsberg (2 Stationen, ca. 5 Minuten). Der Parkeingang liegt 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.
Aus Berlin: S7 direkt aus dem Berliner Zentrum bis Bahnhof Babelsberg — rund 45–50 Minuten ohne Umsteigen.
Von Sanssouci: Bus 694 verbindet Babelsberg mit der Potsdamer Innenstadt (20 Minuten); oder mit dem Rad entlang der Havel (ca. 30 Minuten auf einer landschaftlich reizvollen 5-km-Route).
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Ein praktischer Tagesausflug: RE1 nach Potsdam, morgens Sanssouci (Ankunft bis 8:30 Uhr empfohlen), nachmittags mit der S7 nach Babelsberg, durch den Park spazieren und direkt mit der S7 zurück nach Berlin.
Alternativ liegt Wannsee auf der S7-Linie zwischen Berlin und Babelsberg — auf dem Rückweg lässt sich dort die Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz einplanen.
Wer mehr Zeit in Potsdam verbringen möchte, findet Babelsberg im Berlin–Potsdam-Wochenendguide als Teil eines strukturierten 2-Tage-Plans.
Häufig gestellte Fragen zu Babelsberg
Lohnt sich Babelsberg, wenn ich ohnehin nach Sanssouci fahre?
Ja, wenn man einen ganzen Tag Zeit hat. Der Englische Park in Babelsberg ist stilistisch völlig verschieden vom formalen Französischen Garten in Sanssouci — grüner, naturnaher und ruhiger. Der Blick vom Flatowturm über die Havel ist hervorragend. Ein Besuch fügt einem Potsdamer Tag 2–3 Stunden bei ohne wesentliche Mehrkosten.
Lohnt sich das Filmstudio Babelsberg?
Für Familien mit Kindern oder echte Filmgeschichts-Fans: ja. Für normale Besucher: Es ist eine solide Attraktion, aber in einer Region mit mehreren weltklassigen Schlössern nicht zwingend notwendig. Die Stuntshow ist das unterhaltigste Element; die Studioführungen variieren je nach aktueller Produktion in ihrer Qualität.
Kann ich von Sanssouci nach Babelsberg radeln?
Ja — der Havelradweg verbindet die beiden Bereiche auf flachem Terrain in etwa 30–35 Minuten. Fahrradverleih ist am Potsdamer Hauptbahnhof verfügbar. Die Strecke führt durch malerische Wasserszenerien und ist eine der schönsten Möglichkeiten, die Potsdamer Gegend zu erkunden.
Ist Schloss Babelsberg für Besucher geöffnet?
Das Schlossinnere war zum Redaktionsschluss (2025–2026) wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Aktuellen Stand auf spsg.de prüfen. Das Schlossäußere, die Terrasse und der umliegende Park sind jederzeit zugänglich.
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