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Tiergarten Berlin — der vollständige Leitfaden für Berlins Zentralpark

Tiergarten Berlin — der vollständige Leitfaden für Berlins Zentralpark

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Lohnt sich der Tiergarten in Berlin?

Ja — der Tiergarten ist Berlins größter und historisch bedeutendster Park mit 520 Hektar, und der Eintritt ist völlig kostenlos. Die Siegessäule (4 €, 285 Stufen) bietet eines der besten Stadtpanoramen. Das Café am Neuen See ist einer der angenehmsten Außenplätze der Stadt. Das Sowjetische Ehrenmal, der Rosengarten und die Regierungsquartier-Architektur bieten weitere Tiefe. Ein halber Tag reicht für einen entspannten Besuch; ein ganzer Tag lässt ihn vollständig erkunden.

Lohnt sich der Tiergarten in Berlin? Ja — der Tiergarten ist Berlins größter und historisch bedeutendster Park mit 520 Hektar, und der Eintritt ist völlig kostenlos. Die Siegessäule (4 €, 285 Stufen) bietet eines der besten Stadtpanoramen. Das Café am Neuen See ist einer der angenehmsten Außenplätze der Stadt. Das Sowjetische Ehrenmal, der Rosengarten und die Regierungsquartier-Architektur bieten weitere Tiefe. Ein halber Tag reicht für einen entspannten Besuch; ein ganzer Tag lässt ihn vollständig erkunden.


Was der Tiergarten wirklich ist — und warum er bedeutend ist

Der Tiergarten ist die grüne Lunge im geografischen Herzen von Berlin. Mit 520 Hektar ist er größer als der New Yorker Central Park (341 ha) oder Londons Hyde Park (142 ha). Er erstreckt sich rund 5 Kilometer von Ost nach West und bis zu 1,5 Kilometer von Nord nach Süd durch die Bezirke Mitte und Tiergarten, gelegen zwischen dem Brandenburger Tor im Osten und dem Charlottenburger Bezirk im Westen.

Der Name bedeutet wörtlich „Tiergarten” — ein Hinweis auf seinen Ursprung. Der Tiergarten begann als königliches Jagdgebiet im 16. Jahrhundert, das der Hohenzollern-Hof für Reh- und Wildschweinajd nutzte. Er blieb eingemauert und privat, bis Friedrich der Große ihn 1740 für die Öffentlichkeit öffnete. Die Verwandlung in etwas, das dem Heutigen ähnelt, kam 1833–1840, als Peter Joseph Lenné ihn als englischen Landschaftsgarten neu gestaltete — die mäandernden Wege, die künstlichen Seen, die strategischen Anpflanzungen von Einzelbäumen — und die formale barocke Symmetrie ersetzte, die vorher existiert hatte.

Dieser Lenné-Entwurf ist das Fundament, durch das man heute läuft, aber er hätte fast nicht überlebt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war der Tiergarten eine Ödnis. Alliierte Bombenangriffe und sowjetische Artillerie hatten den Großteil des Baumbestands zerstört. Dann, im verzweifelten Winter 1945–46, rodeten Berliner die verbleibenden Bäume für Brennholz. Zeitgenössische Fotografien zeigen eine baumlose Ebene. Das Wiederaufforsten begann 1949, größtenteils von westdeutschen Städten finanziert — jede spendete Setzlinge, und der Park wuchs in den folgenden Jahrzehnten aus einer vollständig neuen Anpflanzung heraus.

Dieser Kontext verändert, wie man den Tiergarten erlebt. Die reifen Eichen und Linden, die heute zeitlos wirken, sind höchstens 70–75 Jahre alt. Der Park ist ein Nachkriegswiederaufbau genauso wie ein historischer Garten.


Die Siegessäule — Berlins meistfotografiertes Denkmal im Park

Die Siegessäule steht im Mittelpunkt des Tiergartens am großen Kreisverkehr namens Großer Stern. Sie ist schwer zu übersehen: 67 Meter hoch, gekrönt von einer vergoldeten Bronzefigur, von den Berlinern als „Goldelse” bekannt, offiziell Victoria, die Siegesgöttin, darstellend.

Die Säule wurde erbaut, um Preußens Militärsiege zu gedenken — den Deutschen Krieg 1864, den Deutschen Krieg 1866 und den Deutsch-Französischen Krieg 1870–71. Jeder Krieg wird durch eine Trommelektion der Säule dargestellt, die in Phasen gebaut wurde. Sie stand ursprünglich vor dem Reichstag, wurde aber von Albert Speer 1939 an ihren heutigen Standort verlegt, als Teil von Hitlers Plänen für ein umgestaltetes Germania. Die Verlegung und Vergrößerung (Speer fügte eine vierte Trommelsektion hinzu) gaben ihr ihre aktuelle Höhe.

Barack Obamas Wahlkampfrede 2008 zog 200.000 Menschen an diesen Ort — einer der am meisten beobachteten Momente der jüngsten Geschichte des Parks. Das Bild dieser Menge, die sich die Strasse des 17. Juni Richtung Brandenburger Tor erstreckte, machte den Tiergarten kurzzeitig zur Kulisse eines globalpolitisch bedeutsamen Ereignisses.

Praktische Details für den Besuch:

  • Eintritt in das Säuleninnere: 4 € für Erwachsene, 3 € ermäßigt
  • Öffnungszeiten: Montag–Freitag 9:30–18:30 Uhr, Wochenenden und Feiertage 9:30–19:00 Uhr (saisonal prüfen, Zeiten verlängern sich im Sommer)
  • Der Aufstieg: 285 Stufen, kein Aufzug. Das Treppenhaus ist eng und windet sich stark. Nicht geeignet für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen oder Klaustrophobie
  • Die Aussichtsplattform liegt auf 51 Metern — die Säule selbst erreicht einschließlich der Statue 67 Meter
  • Innenmosaike säumen die Eingangshalle und sind einen langsamen Blick wert, bevor man mit dem Aufstieg beginnt — sie zeigen Szenen aus den Kriegen des 19. Jahrhunderts in Goldtessellen
  • Beste Zeiten: Vor 11 Uhr oder nach 16 Uhr ankommen, um Reisegruppenqueues zu vermeiden

Anreise: U55 bis Bundestag (5 Minuten durch den Park) oder S5/S7/S9 bis Tiergarten (15 Minuten westlich durch den Park). Bus 100 hält am Großen Stern-Kreisverkehr.


Café am Neuen See — der beste Biergarten des Parks

Das Café am Neuen See ist das gesellschaftliche Herz des Tiergartens, direkt am Neuer See im südlichen Teil des Parks gelegen. Es ist Berlins stimmungsvollster großer Biergarten und verbindet die Seelage mit einer vollständigen Speisekarte, Ruderbooten zum Mieten und einer Mischung aus Einheimischen und Besuchern, die viele zentrale Berliner Orte nicht bieten.

Das Café belegt ein umgebautes Bootshaus am Ostufer des Neuen Sees mit weitläufigen Außenterrassen direkt am Wasserufer. Große Weidenbäume hängen ins Wasser. Im Sommer ist die Atmosphäre — Boote auf dem See, Bierkrüge auf langen Holztischen, Enten in den Uferzonen — wirklich idyllisch und ganz unähnlich der städtischen Umgebung jenseits der Baumgrenze.

Speisen und Getränke: Die Speisekarte umfasst italienisch beeinflusste Gerichte — Pizzen für rund 12–14 €, Pasta 11–13 €, Salate 8–10 € und eine Standardauswahl Berliner Biere vom Fass. Der Service kann langsam sein, wenn die Terrasse voll ist; das ist kein Ort für ein schnelles Mittagessen. Die Atmosphäre setzt auf lange Nachmittage statt schnellen Umschlag.

Ruderbootverleih: 17 € pro Stunde für ein Standardruderboot mit Platz für 2–4 Personen. Boote sind am angrenzenden Bootshaus verfügbar. Keine Erfahrung nötig — der See ist ruhig, abgeschlossen und flach. Dies ist eine der erschwinglichsten und angenehmsten Aktivitäten im Berliner Zentrum für Paare, Familien oder kleine Gruppen.

Öffnungszeiten: Ab 10 Uhr, wenn das Wetter es erlaubt. Der Biergarten öffnet nicht bei kaltem oder regnerischem Wetter — das ist wirklich wetterabhängig, nicht nur eine Saisonpolitik. Bedingungen prüfen, bevor man eigens einen Ausflug dafür plant.

Adresse: Lichtensteinallee 2, 10787 Berlin.

Verkehrsanbindung: S5/S7/S9 Tiergarten (10 Minuten südlich durch den Park) oder U9 bis Kurfürstenstrasse (15 Minuten nördlich).

Für Besucher, die den Tiergarten mit einer Radtour kombinieren, schließen viele geführte Radrouten einen Stopp am oder in der Nähe des Biergartens ein:

Berlin: Grüne Stadtradtour — Tiergarten und Berlins Parks per Rad erkunden, mit Stopps an wichtigen Sehenswürdigkeiten einschließlich Siegessäule und Biergarten Berlin: Stadtradtour mit Biergartenstopp — eine entspannte Radroute durch Berlins Mitte mit einem geplanten Biergartenstopp

Der Rosengarten — ein kostenloses verstecktes Highlight

Der Rosengarten (Rose Garden) liegt im Nordosten des Parks, unmittelbar hinter Schloss Bellevue am Spreeufer. Er ist eines der am wenigsten besuchten Merkmale des Tiergartens, hauptsächlich weil er nicht die Markenbekanntheit der Siegessäule oder des Biergartens hat — dabei ist er Ende Mai und Juni, wenn die Rosen ihre Hochblüte erreichen, wirklich schön.

Der Garten enthält über 80 Rosensorten in formalen Beeten um einen zentralen Brunnen. Der Eintritt ist jederzeit kostenlos. Die Umgebung — mit der durch die Bäume sichtbaren Spree und der blassweißen neoklassischen Fassade von Schloss Bellevue im Hintergrund — ist besonders fotogen im Morgenlicht.

Blütezeiten: Rosen erreichen in der Regel ihren Höhepunkt in der zweiten Maihälfte und blühen bis Anfang Juli weiter, mit einem zweiten Schub im August–September. Mitte Juni ist in der Regel zuverlässig für volle Farbe.


Schloss Bellevue — Präsidentenresidenz, die man fotografieren, aber nicht betreten kann

Schloss Bellevue ist die offizielle Berliner Residenz des deutschen Bundespräsidenten und nimmt eine prominente Position am nördlichen Rand des Tiergartens nahe der Spree ein. Das Schloss wurde 1786 für Prinz August Ferdinand von Preußen erbaut und ist Berlins ältestes erhaltenes neoklassizistisches Schloss.

Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich, und die Anlage unmittelbar darum ist gesichert. Man kann jedoch den Spreeuferweg in der Nähe begehren und klare Blicke auf die charakteristische weiß-cremefarbe neoklassische Fassade vom Flussuferweg aus erhalten. Wenn die deutsche Flagge weht, ist der Bundespräsident anwesend.

Der angrenzende Englische Garten (Englischer Garten) des Tiergartens — ein separater, förmlicherer Gartenbereich nahe dem Schloss — ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet den nächsten legitimalen Zugang zu den unmittelbaren Umgebungen des Schlosses.


Sowjetisches Ehrenmal — Geschichte am Brandenburger-Tor-Ende

Das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten (Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten) steht am östlichen Rand des Parks an der Straße des 17. Juni, rund 700 Meter westlich des Brandenburger Tors. Es ist kostenlos zu besichtigen und normalerweise nicht überlaufen — die meisten Brandenburger-Tor-Touristen gehen direkt daran vorbei, ohne stehenzubleiben.

Das Mahnmal wurde 1945–46 erbaut, um der 80.000 sowjetischen Soldaten zu gedenken, die in der Berliner Stadtschlacht gefallen sind. Es besteht aus einer gebogenen roten Granitkolonnade, einer großen Bronzestatue eines sowjetischen Soldaten und — dem auffälligsten Element — zwei echten sowjetischen T-34-Panzern, die symmetrisch auf beiden Seiten des Eingangs aufgestellt sind. Dies sind echte Kriegsfahrzeuge, keine Replikate.

Das Mahnmal befindet sich technisch gesehen innerhalb dessen, was während des Kalten Krieges West-Berlin war, eine Anomalie, die sich aus der Grenzziehung nach dem Krieg ergab. Sowjetische Wachen hielten hier während der Teilung der Stadt eine 24-Stunden-Wache — eine merkwürdige Situation, in der sowjetische Soldaten innerhalb West-Berlins stationiert waren, erreichbar nur über einen ausgewiesenen sowjetischen Militärkorridor. Die Wachen wurden nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 abgezogen.

Es lohnt sich, dies vom viel größeren Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park im Osten der Stadt zu unterscheiden, das Massengräber und eine riesige Figurenstatue enthält, die die Tiergarten-Version in den Schatten stellt.


Radfahren durch den Tiergarten — die praktische Realität

Der Tiergarten hat ein ausgedehntes Netz ausgewiesener Radwege durch sein Inneres. Radfahren ist auf diesen markierten Wegen und auf den Hauptstraßen durch den Park erlaubt; Radfahren auf den Fußgängerpfaden ist nicht erlaubt, auch wenn die Durchsetzung inkonsistent ist.

Die Hauptost-West-Radachse folgt einer Route parallel zur (aber getrennt von der) Strasse des 17. Juni, dem breiten Zeremonialbulevard, der schnurgerade vom Brandenburger Tor zur Siegessäule verläuft. Dies bietet einen schnellen, flachen, autofreien Radkorridor durch den Park.

Für Besucher, die den Park und die breitere Stadt per Rad erkunden möchten, lohnen sich die dedizierten Radtour-Optionen — insbesondere die geführte Grünstadtroute, die den Tiergarten mit anderen Berliner Parks kombiniert:

Berlin: Geführte Fahrradtour zu den Höhepunkten — eine umfassende Radroute durch Tiergarten, das Regierungsviertel und wichtige Stadtstandorte Berlin: Kleingruppen-Stadtradtour — geführtes Radfahren durch Tiergarten und Berlins Mitte in der Kleingruppe, max. 12 Teilnehmer

Wer selbstständig erkunden möchte, findet ein dichtes Netz von Leihrad-Stationen in Berlin. Die vollständige Übersicht im Berliner Fahrradverleih-Leitfaden und einen Überblick geführter Optionen im Berliner Fahrradtouren-Leitfaden.

Die selbstgeführte Berliner Spaziergangs-Route führt ebenfalls durch den Ostabschnitt des Tiergartens nahe dem Brandenburger Tor und dem Sowjetischen Ehrenmal, was es einfach macht, einen Parkaabschnitt in einen breiteren Stadtspaziergang einzubauen.


Anreise zum Tiergarten — Verkehrsoptionen

Der Tiergarten ist von allen Seiten gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, wobei der richtige Halt von dem Ziel innerhalb des Parks abhängt, der groß genug ist.

Per S-Bahn: Linien S5, S7 und S9 halten am Bahnhof Tiergarten (Ausgang zur Südseite des Parks nahe dem Neuer See und Café am Neuen See). Dies ist die beste Option für den Biergarten und das Schloss-Bellevue-Ende des Parks.

Per U-Bahn: U55 bis Bundestag bringt direkt neben dem Regierungsviertel an und ist kurzer Fußweg von der Siegessäule (Großer Stern) entfernt. Es ist auch die nächste U-Bahn-Haltestelle zum Sowjetischen Ehrenmal. Hinweis: U55 ist eine sehr kurze Linie (drei Haltestellen) momentan; aktuellen Erweiterungsstatus prüfen, da die U5-Erweiterung Ende 2020 abgeschlossen wurde und sie bis zum Alexanderplatz verbindet.

Per Bus: Linien 100 und 200 sind die Haupt-Touristenrouten durch Berlins Mitte und fahren entlang der Strasse des 17. Juni durch den Park. Sie halten an der Siegessäule (Großer Stern) und verbinden das Brandenburger-Tor-Gebiet mit Charlottenburg im Westen. Diese Routen passieren die meisten Tiergarten-Hauptsehenswürdigkeiten.

Zu Fuß: Der Tiergarten ist vom Brandenburger Tor (Osteingang des Parks) aus gut erreichbar. Vom Tor zur Siegessäule entlang der Strasse des 17. Juni sind es etwa 2,2 km. Vom Tor zum Café am Neuen See sind es rund 2 km durch das Parkinnere.

Per Boot: Die Spree verläuft entlang des nördlichen Rands des Tiergartens. Mehrere Berliner Bootstouren-Routen passieren diesen Flussabschnitt und bieten Blicke auf Schloss Bellevue und das Parkland vom Wasser aus.


Tiergarten im Sommer — was zu erwarten ist

Sommer ist die Hochsaison des Parks und er kann an warmen Wochenendnachmittagen wirklich voll werden. Die Café-am-Neuen-See-Terrasse füllt sich schnell an Tagen über 24 °C — vor Mittag oder nach 16 Uhr ankommen, wenn man einen Tisch ohne lange Wartezeit möchte.

Die Innenparks und Lichtungen werden während des gesamten Sommers zu informellen Picknickanlagen. Berliner behandeln den Tiergarten ähnlich wie Londoner den Hyde Park — Decken, tragbare Lautsprecher, Grills in ausgewiesenen Bereichen, ausgedehnte Nachmittagssessions. Die Atmosphäre ist entspannt und definitiv lokal, besonders abseits der Haupttouristenachse entlang der Strasse des 17. Juni.

Für ein vollständiges Bild, was im Sommer in Berlin zu unternehmen ist, deckt der Berlin-im-Sommer-Leitfaden das gesamte Spektrum saisonaler Aktivitäten außerhalb des Tiergartens ab.

Für Besucher mit Kindern deckt der Tiergarten-Familienleitfaden Spielplätze, kinderfreundliche Routen durch den Park und die Ruderbootfrage eingehender ab. Der umfassendere Berlin-mit-Kindern-Leitfaden ordnet den Tiergarten in das familienfreundliche Berliner Angebot ein.

Eine echte Touristenfalle, die es zu beachten gilt: Die Souvenirstände rund um den Siegessäulen-Sockel verkaufen generisches Berliner Andenken zu Preisen, die 40–60 % über dem liegen, was man in den Berliner Supermärkten oder richtigen Geschenkläden zahlen würde. Hier wird nichts Exklusives verkauft. Wer einen Magneten oder ein Stück Mauer möchte, findet an der East Side Gallery oder in den Läden rund um den Hackeschen Markt bessere Qualität zu niedrigeren Preisen.


Tiergarten kurz — saisonaler Kalender

Januar–Februar: Der Park ist ruhig. Kahle Bäume enthüllen die zugrunde liegende Lenné-Landschaftsstruktur deutlich. Gut für Fotografieren ohne Gedränge. Biergarten geschlossen.

März–April: Erste Blüten beginnen. Die Wiesenbereiche nahe dem Neuen See haben frühe Blumenzwiebeln (Schneeglöckchen, Krokusse) ab Ende Februar. Kirschblüte erreicht in der Regel im April ihren Höhepunkt — die Bäume entlang der südlichen Parkwege sind ein Fotoanziehungspunkt.

Mai: Der beste Monat des Parks. Rosen beginnen zu blühen, Café-Terrasse öffnet, lange Tageslichtstunden, Schulgruppen noch nicht auf ihrem Höhepunkt. Der Rosengarten ist oft Ende Mai am schönsten.

Juni–August: Hochsaison. Café am Neuen See an warmen Tagen auf maximale Kapazität. Ruderboote viel gefragt. Längste Siegessäulen-Schlange im Juli–August (früh ankommen). Mit den Berlin-im-Sommer-Leitfaden kombinieren.

September–Oktober: Herbstlaub ab Mitte September. Gedränge nimmt ab Ende August spürbar ab. Biergarten läuft weiter, wenn das Wetter hält. Goldenes Licht für Fotografieren.

November–Dezember: Park weitgehend ruhig. Einige Frost- und Nebeltage sind außergewöhnlich atmosphärisch. Weihnachtsmarkt am Spandauer-Damm-Ende des Parks (nahe Charlottenburg) zieht Besucher an den Westrand.


Tiergarten als Teil eines breiteren Berlinbesuchs

Für Erstbesucher funktioniert der Tiergarten natürlich als Teil eines Brandenburger-Tor–Regierungsviertel–Tiergarten-Rundgangs, der an einem Nachmittag gemacht werden kann. Die selbstgeführte Berliner Spaziergangs-Route strukturiert dies effizient.

Für Besucher mit kurzem Programm ordnen das geplante Zwei-Tage-Berlin-Programm und das Drei-Tage-Berlin-Programm beide einen Tiergarten-Slot in den Nachmittag des Tages ein, der das Regierungsviertel abdeckt — was angesichts der geografischen Nähe logisch ist.

Für kostenbewusste Besucher: Der Tiergarten selbst kostet nichts. Die Siegessäule für 4 € ist einer der günstigsten bezahlten Aussichtspunkte der Stadt. Das Sowjetische Ehrenmal und der Rosengarten sind kostenlos. Die Hauptausgabe sind Speisen und Getränke am Café am Neuen See, das fair berechnet, aber nicht billig ist (Budget 20–25 € pro Person für Bier, Essen und eine Ruderbootstunde aufgeteilt auf zwei Personen). Den Budget-Berlin-Leitfaden für breitere Kostenkontroll-Strategien nutzen.

Für alle, die südwärts und westwärts zum Wannsee zum Schwimmen im Sommer weitermachen wollen, können beide Ziele an einem einzigen Tag kombiniert werden: Morgen im Tiergarten, Nachmittag per S-Bahn nach Wannsee. Der Grunewald-Waldleitfaden behandelt den großen Waldbereich zwischen Tiergarten und Wannsee, der diesen westlichen Korridor aus Parks und Wasser zu einer der attraktivsten Grünabfolgen in jeder europäischen Hauptstadt macht.

Wer lieber durch die Gegend geführt wird als eigenständig zu navigieren, deckt die Berliner kostenlose Stadtführungen die verschiedenen trinkgeldbasierten Stadtführungsanbieter ab, deren Routen oft den Brandenburger-Tor-Bereich und den östlichen Tiergarten-Rand einschließen.


Häufige Fragen zu Tiergarten Berlin

  • Ist der Eintritt in den Tiergarten kostenlos?
    Ja, der Park selbst hat keinen Eintrittspreis und ist rund um die Uhr geöffnet. Die Siegessäule (Siegessäule) im Park erhebt 4 € für Erwachsene und 3 € für ermäßigte Eintrittskarten, um die Säule zu besteigen (285 Stufen, kein Aufzug). Das Sowjetische Ehrenmal, der Rosengarten und alle Parkwege sind kostenlos. Der Ruderbootverleih am Café am Neuen See kostet 17 € pro Stunde.
  • Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Tiergarten?
    Es gibt mehrere Optionen, je nachdem, wohin im Park man möchte. S5, S7 oder S9 bis Tiergarten bringt einen an das östliche Ende nahe dem Englischen Garten und dem Café am Neuen See. U55 bis Bundestag eignet sich am besten für die Siegessäule und das Regierungsviertel. Bus 100 und 200 fahren durch den Park entlang der Hauptost-West-Achse (Straße des 17. Juni) und halten in der Nähe der Siegessäule — dieselben Touristenrouten, die am Reichstag und am Brandenburger Tor vorbeifahren.
  • Wie lange dauert es, durch den Tiergarten zu laufen?
    Der Tiergarten ist 5 km lang (von Ost nach West) und an seinem breitesten Punkt etwa 1,5 km breit. Ein zügiger Spaziergang geradeaus dauert etwa eine Stunde. Eine richtige Erkundung einschließlich Siegessäule, Biergarten, Sowjetisches Ehrenmal und Rosengarten dauert 3–4 Stunden. Die meisten Besucher verbringen einen halben Tag und kombinieren es mit dem nahe gelegenen Brandenburger Tor, Reichstag und Regierungsviertel.
  • Wann ist die beste Zeit für einen Besuch im Tiergarten?
    Ende April bis Mai ist die beste Zeit, wenn man Frühlingsblüte möchte — der Park hat Kirschbäume und blühende Sträucher, die in diesem Zeitfenster Hochkonjunktur haben. Juni bis August ist Hochsaison für den Biergarten am Café am Neuen See, wobei sich die Tische an warmen Nachmittagen schnell füllen. Herbst (September–Oktober) bietet goldenes Laub und weniger Gedränge. Winter ist ruhig und stimmungsvoll, aber der Biergarten schließt bei schlechtem Wetter.
  • Kann ich im Tiergarten ein Ruderboot mieten?
    Ja. Ruderbootvermietung findet am Café am Neuen See am Neuer See, Lichtensteinallee 2, statt. Der Preis beträgt 17 € pro Stunde für ein Standardruderboot mit Platz für 2–4 Personen. Das Café/der Biergarten ist ab 10 Uhr geöffnet, wenn das Wetter es erlaubt. Dies ist eine der angenehmsten und erschwinglichsten Aktivitäten im Berliner Zentrum — der See ist ruhig, beschattet und von Weiden gesäumt.
  • Lohnt sich der Aufstieg auf die Siegessäule (Siegessäule)?
    Ja, mit Einschränkungen. Der 285-stufige Aufstieg kostet 4 € und die Aussichtsplattform auf 51 Metern (der Säulensockel plus die Säule selbst erreichen insgesamt 67 Meter) bietet echte 360°-Aussichten über die Tiergarten-Baumkronen, die Spreeschleife und das Regierungsviertel. Die Innenmosaike sind aus der Nähe beeindruckend. Der Nachteil ist, dass es keinen Aufzug gibt, das Treppenhaus eng ist und die Aussichtsplattform klein ist und sich füllt. Frühzeitig (vor 11 Uhr) oder am späten Nachmittag gehen, um Schlangen zu vermeiden.
  • Wo genau ist das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten?
    Das Sowjetische Ehrenmal (Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten) befindet sich am östlichen Rand des Parks, nahe dem Brandenburger Tor, an der Straße des 17. Juni. Es ist von der Brandenburger Tor zu Fuß leicht erreichbar (rund 700 Meter westlich). Das Mahnmal besteht aus einer gebogenen Kolonnade, einer Bronzefigur eines sowjetischen Soldaten und — ganz ungewöhnlich — zwei echten sowjetischen T-34-Panzern, die den Eingang flankieren. Der Eintritt ist kostenlos. Es unterscheidet sich vom größeren Sowjetischen Mahnmal im Treptower Park.
  • Sind Hunde im Tiergarten erlaubt?
    Ja, Hunde sind im gesamten Tiergarten willkommen und er ist bei Berliner Hundebesitzern sehr beliebt. In ausgewiesenen Bereichen müssen Hunde an der Leine geführt werden, obwohl einige Bereiche ihnen erlauben, frei zu laufen. Es gibt Wasserstellen und Abfallbehälterstationen im gesamten Park. Es ist einer der hundefreundlichsten Großparks in Mitteleuropa.

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