Chorin — Gotische Backsteinabtei und Sommerkonzerte im Barnim-Wald
Kloster Chorin ist eine Zisterzienser-Backsteinabtei aus dem 13. Jahrhundert, 60 km nordöstlich von Berlin, bekannt für Sommerkonzerte und Waldwanderungen.
Auf einen Blick
- Adresse
- Amt Chorin 11, 16230 Chorin (Landkreis Barnim, Brandenburg)
- Ab Berlin
- RE3 ab Berlin Hauptbahnhof bis Bahnhof Chorin (~55 Min.), dann 2 km Waldweg
- Eintritt
- Klosterruine und Gelände 5 € Erwachsene, 3 € ermäßigt, unter 12 kostenlos; Konzerte 25–55 €
- Öffnungszeiten
- April bis Oktober 09:00–18:00; November bis März 10:00–16:00; Ruinen ganzjährig zugänglich
- Konzertsaison
- Choriner Musiksommer — Ende Mai bis Ende August; Programm auf choriner-musiksommer.de
- Zeitbedarf
- 2–4 Stunden für Abtei und Waldspaziergang; halber Tag bei einem Konzertabend
Kloster Chorin ist außerhalb Deutschlands kaum bekannt — genau das macht es sehenswert. Sechzig Kilometer nordöstlich von Berlin erhebt sich diese Zisterzienserklosteranlage aus dem 13. Jahrhundert aus dem Birken- und Kiefernwald des Barnims wie eine unvollendete rote Backsteinkathedral — was sie in gewisser Hinsicht ist. Der Bau begann 1273 unter den Brandenburger Markgrafen; die Reformation löste das Kloster im 16. Jahrhundert auf, vertrieb die Mönche und überließ die Gebäude Jahrhunderten der langsamen Eingliederung in den umliegenden Wald.
Was erhalten blieb, ist bemerkenswert: eines der bedeutendsten Beispiele der norddeutschen Backsteingotik überhaupt, eingebettet in eine Landschaft außergewöhnlicher Stille. Seit 1991 dienen die Ruinen zudem als Bühne für den Choriner Musiksommer — eine Konzertreihe, die von Ende Mai bis Ende August Kammerensembles, Chöre und Solisten in das alte Kirchenschiff bringt. Als Tagesausflug aus Berlin bietet Kloster Chorin etwas wirklich Anderes: mittelalterliche Architektur, ein intaktes Waldökosystem und — wer den richtigen Termin wählt — einige der atmosphärischsten Livemusikabende der Region.
Die Architektur: Backsteingotik in ihrer reinsten Form
Zisterzienserklöster im mittelalterlichen Europa folgten einer bewussten Ästhetik der Schlichtheit — keine Steinskulpturen, keine vergoldeten Altäre, kein farbiges Glas. Die Zisterzienserarchitektur sollte kontemplative Stille erzeugen, kein visuelles Spektakel. In Chorin fand diese Idee ihren Ausdruck in der Verwendung von rotem Backstein — Naturstein ist in der norddeutschen Tiefebene selten —, der gotische Formen von beträchtlicher Raffinesse durch Geometrie und Oberflächenstruktur statt durch Ornament erreichte.
Die Westfassade ist das berühmteste Element. Eine Komposition aus Blendarkaden, Lanzettfenstern, Treppengiebeln und dekorativen Backsteinmustern zeigt, wie viel die Zisterzienser Brandenburgs aus einem einzigen Material herausholen konnten. Das Ostende der Kirche, wo der Mönchschor lag, hat seine Apsis behalten, mit erhaltenen Fenstern und dem charakteristischen Rhythmus der Zisterzienserarkaden. Das Kirchenschiff-Dach fehlt größtenteils — die überdachungslose Raumwirkung ist einer der architektonischen Umstände, die den Choriner Musiksommer akustisch und optisch so gut funktionieren lassen —, aber die Wände stehen nahezu in ihrer ursprünglichen Höhe.
Das Kloster wurde von den Askanier-Markgrafen als Dynastiegrabstätte gegründet. Mehrere Mitglieder der Herrscherfamilie wurden hier beigesetzt. Der Bau erstreckte sich über das späte 13. und frühe 14. Jahrhundert und umfasste Hauptkirche, vollständigen Kreuzgang mit Kapitelsaal, Refektorium, Laienbrüderflügel und Torhaus zum Osteingang. Dies ist kein Klosterfragment — es ist ein weitgehend vollständiger Grundriss, mit den Außenwänden der Hauptkirche als eindrucksvollstem erhaltenen Element.
Die Reformation beendete das Klosterleben hier 1542 unter Kurfürst Joachim II. von Brandenburg. In den folgenden Jahrhunderten verfiel das Ensemble: Gemeinden entnahmen brauchbares Baumaterial, die Dächer stürzten ein, und der Wald begann, die Ruinen zurückzufordern. Die romantische Wiederentdeckung im frühen 19. Jahrhundert veränderte den Lauf. Karl Friedrich Schinkel, der Architekt, der Berlins neoklassische Stadtarchitektur maßgeblich prägte und bedeutende preußische Monumente erneuerte, besuchte Chorin 1817 und empfahl formell, die Ruinen als „malerisches Denkmal” zu erhalten, statt sie zu rekonstruieren oder verfallen zu lassen. Dieser Eingriff — Konservierung statt Wiederherstellung — bestimmt bis heute das Aussehen der Ruinen.
Die Abtei besuchen
Eintritt: Erwachsene 5 €, ermäßigt (Studenten, Senioren, Schwerbehinderte) 3 €, Kinder unter 12 kostenlos. Der Eintritt umfasst die Ruinen und die kleine Dauerausstellung zur Klostergeschichte im ehemaligen Kapitelsaalflügel. Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder ca. 12 €.
Führungen: Deutschsprachige Führungen werden an Wochenenden und Feiertagen in der Saison (April bis Oktober) angeboten, typischerweise um 11:00 und 14:00 Uhr. Dauer ca. 45–60 Minuten; Themen: Architektur, Klostergemeinschaft und die Erhaltungsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Gruppen können englischsprachige Führungen im Voraus über das Klosteramt Chorin arrangieren — Kontakt auf kloster-chorin.de. Für unabhängige englischsprachige Besucher liegt ein gedrucktes englisches Merkblatt am Eingang aus; ein Audioguide (2 €, Deutsch und Englisch) erläutert die wichtigsten Elemente.
Der Kreuzgang: Der Ostflügel des Kreuzgangs ist der am besten erhaltene Teil der Nebengebäude. Die rhythmische Arkade aus Backsteinbögen schafft den typischen Zisterzienser-Kreuzgang; der Garteninnenhof ist schlicht bepflanzt. In ruhigeren Zeiten — Wochentage im Frühjahr oder Herbst — hat man diesen Raum meist für sich, und die Kombination aus Backstein, Schatten und Stille erzeugt die kontemplative Atmosphäre, die die Erbauer beabsichtigten.
Das Kirchenschiff: Das überdachungslose Schiff ist der dramatischste Raum auf dem Gelände. Die Südwände stehen noch in der vollen ursprünglichen Höhe; die westliche Rosenfensteröffnung rahmt Himmel und Baumkronen. Im Sommer bespielt der Choriner Musiksommer diesen Raum, das Publikum sitzt auf dem Schiffboden, die Ausführenden stehen am Ostende, wo früher der Mönchschor war. Die Akustik ist anders als in jedem gebauten Konzertsaal — weder trocken noch hallend, mit einer Freiluftqualität, die durch die umgebenden Wände abgemildert wird.
Das Außengelände und der See: Kloster Chorin liegt am Amtssee, und das Gelände zwischen der Abtei und dem Seeufer umfasst gepflegte Rasenflächen und alte Linden. Der Blick vom Rasen zur Westfassade der Kirche mit dem Wasser im Rücken ist die klassische Kompositionsansicht des Ortes. Picknicken ist auf dem Außengelände erlaubt. Ein kurzer Pfad führt ans Seeufer, von wo ein Holzsteg den Blick zurück auf die Ruinen eröffnet — eine der schöneren Seeperspektiven Brandenburgs.
Choriner Musiksommer: Deutschlands atmosphärischste Open-Air-Konzertreihe
Seit 1991 beherbergt die Klosterruine Chorin den Choriner Musiksommer — eine Konzertreihe von Ende Mai bis Ende August, die zu einem der prägendsten Klassik-Events der Berliner Region geworden ist. Pro Saison werden ca. 35 Konzerte veranstaltet, meist freitags und samstags abends, gelegentlich auch sonntags als Matinee.
Das Programm umfasst Kammermusik, Orchesterkonzerte, Chorwerke und gelegentlich Crossover. Zu den bisherigen Mitwirkenden gehören das Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, der Rundfunkchor Berlin, die NDR Radiophilharmonie, die Akademie für Alte Musik Berlin und eine Vielzahl von Solisten. Das Programm tendiert zum mitteleuropäischen Kanon — Bach, Beethoven, Brahms, Schubert — ist aber nicht ausschließlich traditionell.
Die Akustik des offenen Schiffs — Backsteinwände auf drei Seiten, freier Himmel darüber — hat einen ungewöhnlichen Klangcharakter. Das Ergebnis ist direkt und klar bei Musik, die dem kammermusikalischen Maßstab entspricht; große Orchesterkräfte funktionieren etwas weniger gut, doch die optische Kulisse gleicht dies aus. Das Erlebnis, Musiker auf Barockinstrum enten Bach in einem überdachungslosen gotischen Kirchenschiff aus dem 13. Jahrhundert spielen zu sehen — mit sich veränderndem Abendhimmel über einem und dunkler werdenden Wänden um einen herum —, ist genuinen Berliner Konzerterlebnissen schlicht unvergleichbar.
Tickets: Preise von ca. 25 bis 55 € je nach Programm und Platzkategorie. Die beliebtesten Samstagabendkonzerte — vor allem mit bekannten Solisten oder Ensembles — sind oft Wochen im Voraus ausverkauft. Frühzeitig buchen über choriner-musiksommer.de. Nummerierte Sitzplätze werden zugewiesen; verschiedene Preiskategorien entsprechen verschiedenen Schiffbereichen (weiter vorn = teurer). Manche Konzerte bieten Steh- oder Rückbereichstickets zu ermäßigten Preisen.
Anreise zu Konzerten: Die RE3-Züge haben an Konzertabenden erweiterte Nachtfahrpläne mit Rückfahrten nach Konzertende. Das wird jede Saison bestätigt — aktuelle Transportinfos auf der Musiksommer-Website prüfen. Gelegentlich fahren an großen Konzertabenden Shuttlebusse von Eberswalde (10 km nordöstlich). Mit dem Auto anzureisen und vor Ort zu parken (3 €) ist die zuverlässigste Option für späte Abendvorstellungen.
Praktische Hinweise für Konzerte: Auch im Hochsommer warme Schichten mitbringen — das offene Schiff verliert nach Sonnenuntergang schnell Wärme, und Brandenburger Abende können rasch abkühlen. Gesessen wird auf Stühlen (nicht Gras oder Bänken); Sitzkissen sind manchmal vor Ort zu mieten. Eine Stunde früher ankommen ermöglicht es, die Abtei im langen Abendlicht zu erkunden, bevor die Konzertinfrastruktur das Schiff füllt. An Konzertabenden gibt es einen Getränke- und Imbissstand.
Wandern und Radfahren im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Kloster Chorin liegt im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin — einer großen geschützten Landschaft aus Mischwald, Kesselseen, Feuchtgebieten und Wiesen, die sich nordwärts in die Uckermark erstreckt. Das Reservat ist eine der artenreichsten Tieflandwaldlandschaften Mitteleuropas, mit nachgewiesenen Populationen von Wölfen, Fischottern, Seeadlern und einer breiten Palette von Wasservögeln.
Vom Bahnhof Chorin zur Abtei: Ein gut markierter Fußweg führt vom Bahnhof ca. 2 km westwärts durch den Barnim-Wald. Der Pfad überquert eine Holzbrücke am Amtssee-Ausfluss, und die Abtei taucht auf der letzten Etappe aus dem Wald auf — eine der schönsten Ankunftsinszenierungen unter Brandenburgs Kulturdenkmälern, mit der Westfassade, die sich allmählich zeigt statt auf einmal. Der Untergrund ist verdichteter Kies und Erde, bei trockenen Bedingungen gut begehbar; nach Starkregen stellenweise schlammig.
Radwege: Das Gebiet ist gut mit markierter Radinfrastruktur erschlossen. Eine Runde von ca. 15–20 km verbindet Chorin mit dem Oder-Havel-Kanal-Treidelpfad, dem Dorf Niederfinow (Schiffshebewerk) und mehreren Waldseen. Längere Routen führen südwärts zum Barnimer Dörferweg-Radweg und östlich zur Oder. Fahrräder können im RE3 gegen einen Zuschlag mitgenommen werden (ca. 1,90 € bei BVG/VBB; aktuelle Preise vor Reiseantritt prüfen).
Schiffshebewerk Niederfinow: Neun Kilometer östlich von Chorin ist das Schiffshebewerk Niederfinow ein hydraulisches Wunderwerk aus dem Jahr 1934 — ein Senkrecht-Lift für Binnenschiffe, der Fahrzeuge 36 Meter zwischen dem Oder-Havel-Kanal und der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße überwindet. Ein modernes, größeres Hebewerk neben dem Original wurde 2022 eröffnet. Beide sind von der öffentlichen Plattform aus kostenlos zu beobachten. Es ist kein primäres Reiseziel für sich, macht jedoch als Etappe einer Radtour von Chorin aus einen interessanten und optisch eindrucksvollen Stopp, besonders für alle, die sich für Ingenieurbauwerke der 1930er-Jahre interessieren.
Brodowin: Vier Kilometer südwestlich von Chorin ist das Dorf Brodowin ein genossenschaftlich bewirtschafteter Bio-Bauernhof und einer der sichtbarsten dieser Art in Brandenburg. Der Hofladen verkauft Saisongemüse und Milchprodukte; er ist ein praktischer Stopp auf einer Radtour. Das Dorf selbst hat eine kleine Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert, die einen kurzen Besuch wert ist.
Anreise aus Berlin
Mit der Bahn: Den RE3 Regionalexpress ab Berlin Hauptbahnhof (auch Ostbahnhof) Richtung Angermünde oder Schwedt (Oder) nehmen. An Bahnhof Chorin aussteigen — Fahrtzeit ca. 55 Minuten. Züge fahren zweistündlich; bahn.de sorgfältig prüfen und früh genug aufbrechen. Das Brandenburg-Ticket (29 € Einzelperson, 39 € Gruppen bis fünf Personen, gültig ab 9 Uhr werktags bzw. ganztags an Wochenenden) deckt die gesamte Strecke ab und ist für Tagesausflügler die günstigste Option.
Vom Bahnhof Chorin zur Abtei: Der markierte Waldweg führt ca. 2 km westwärts und dauert zu Fuß etwa 25 Minuten. Kein Straßenabschnitt nötig — der Pfad führt direkt durch den Wald. Eben und angenehm; im normalen Schuhwerk machbar, bei Nässe sind leichte Wanderschuhe komfortabler.
Mit dem Auto: A11 (Berliner Ring) nordöstlich Richtung Stettin nehmen. Ausfahrt Chorin/Joachimsthal abfahren und den Schildern südwärts zur Abtei folgen. Ca. 60 km vom Berliner Zentrum, 45–50 Minuten. Parken an der Abtei: 3 € pro Auto, vor Ort zu zahlen.
Chorin mit anderen Brandenburger Zielen kombinieren
Rheinsberg: Etwa 50 km westlich von Chorin mit dem Auto, Rheinsberg ist eine kleine Schlossstadt am Rheinsberger See, verbunden mit der Jugend Friedrichs des Großen. Die Kombination einer gotischen Klosteranlage und eines Barockschlosses an einem Fahrttag ist logistisch machbar und thematisch abwechslungsreich.
Bad Saarow: Südlich von Berlin bietet Bad Saarow einen vollständig anderen Charakter — Kurort am See statt Waldkloster. Der Kontrast macht beide als separate Ausflüge an verschiedenen Tagen interessant.
Eberswalde: Die Kreisstadt 10 km nordöstlich von Chorin ist eine Arbeitsstadt mit botanischem Garten, Forstforschungsinstitut und Stadtkirche — keine zwingend beeindruckenden Ziele für sich, aber mit Restaurants und Supermärkten, falls man zwischen Chorin und der Rückreise etwas braucht.
Häufig gestellte Fragen zu Kloster Chorin
Kann ich Kloster Chorin besuchen, ohne ein Konzert zu besuchen?
Ja, und für die meisten Besucher ist das der Normalfall. Die Abtei ist ganzjährig geöffnet (Ruinen immer zugänglich, Inneres gegen Eintritt während der Öffnungszeiten April–Oktober). Wochentage im Frühjahr und Herbst sind besonders ruhig. Die Abtei ist unabhängig vom Musikprogramm genuinen Besuch wert.
Was ist Backsteingotik und warum ist sie in Chorin bedeutsam?
Backsteingotik — die norddeutsche Gotik in Backstein — ist die regionale mittelalterliche Architekturtradition, die gebrannten Backstein anstelle von Naturstein verwendete, der in der norddeutschen Tiefebene selten ist, um gotische Formen zu erzielen. Die bedeutendsten Gebäude der Hansestädte — Lübecks Marienkirche, Stralsunds Rathaus, Rostocks Dom — sind die bekanntesten Ausprägungen dieser Tradition. Kloster Chorin ist eine der frühesten und reinsten zisterziensischen Ausformungen: kein urbaner Kontext, kein bürgerliches Programm, nur die Zisterzienseraskese in rotem Backstein in einer Waldlandschaft.
Wie anspruchsvoll ist der Weg vom Bahnhof Chorin zur Abtei?
Der Pfad ist ca. 2 km lang auf einem flachen, breiten Waldweg mit verdichtetem Kies- und Erduntergrund. Bei trockenen Bedingungen reichen normale Wanderschuhe. Nach Starkregen kann der Pfad stellenweise aufgeweicht sein. Kinderwagen und Rollhilfen sind auf dem nicht asphaltierten Weg schwierig. Kein Straßenübergang. Der Weg ist ab dem Bahnhofsausgang ausgeschildert.
Sind Hunde in Kloster Chorin erlaubt?
Hunde an der Leine sind auf dem Außengelände und den Zuwegepfaden erlaubt. In den Innenräumen der Klosterruine (Kreuzgang und Kirchenschiff) sind Hunde gebeten, draußen zu bleiben. Bei Konzerten sind Hunde in der Regel nicht gestattet — die jeweiligen Konzertbedingungen bei der Buchung prüfen.
Lohnt sich der Choriner Musiksommer für eine Anreise aus Berlin?
Für Liebhaber klassischer Musik in ungewöhnlichen Umgebungen: unbedingt. Das Erlebnis, ein Kammerensemble oder einen Chor in einem überdachungslosen Kirchenschiff aus dem 13. Jahrhundert an einem Sommerabend im Brandenburger Wald zu hören, ist genuinen Berliner Konzertsälen schlicht unvergleichbar. Für Besucher, die nicht primär an klassischer Musik interessiert sind, lohnt sich die Abtei an einem Nicht-Konzertwochentag, wenn der Raum ohne die Konzertinfrastruktur erlebt werden kann.
Welche Unterkunft gibt es in der Nähe von Chorin?
Auf dem Klostergelände selbst gibt es keine Unterkunft. Die nächsten praktischen Möglichkeiten sind in Eberswalde (10 km nordöstlich — mehrere Hotels und Pensionen, RE3-Anschluss) und im Dorf Chorin selbst sowie im benachbarten Brodowin (Ferienwohnungen und Pensionen, geeignet für mehrtägige Naturaufenthalte). Die meisten Berlin-Besucher kommen als Tagesausflügler und übernachten nicht.
Kann ich Chorin und das Schiffshebewerk Niederfinow an einem Tag kombinieren?
Ja, problemlos mit dem Fahrrad (9 km östlich von Chorin auf flachem Terrain) oder mit dem Auto (15 Minuten). Zu Fuß und mit öffentlichem Verkehr ist die Kombination weniger praktisch — es gibt keinen direkten Bus zwischen Chorin und Niederfinow, und Taxilogistik von einem kleinen Bahnhof ist umständlich. Mit dem Rad ergibt sich eine gut funktionierene Halbtags-Runde; die beiden Orte sind thematisch unverbunden, teilen aber eine Landschaftslogik — Wald, Kanal und See.
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